Make.com Test 2026: Erfahrungen mit der Automation Platform im Detail
Hi! Ich bin Robert, Gründer von Software-Radar. Mit meinem Team teste ich Automation-Tools und Workflow-Software – ehrlich, unabhängig und praxisnah. Wir unterstützen Sie bei der richtigen Software-Entscheidung. Transparent erklärt: So testen wir
Was ist Make.com? Make (ehemals Integromat) ist eine visuelle Automation Platform, die 2012 in Prag gegründet wurde und sich seitdem zur meistgenutzten No-Code-Automatisierungsplattform für Business-Teams entwickelt hat. Nach 14 Tagen intensivem Test mit 6 erstellten Szenarien und über 190 Szenario-Durchläufen können wir sagen: Make.com trifft den Sweet Spot zwischen Benutzerfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit – besser als jede andere Automatisierung in dieser Preisklasse.
Aber lassen Sie mich direkt ehrlich sein: Make.com ist kein simples „Wenn-dann"-Tool wie Zapier. Es ist eine ausgewachsene Automation Platform mit Router-Logik, Filtern, Iteratoren und einem visuellen Szenario-Builder, der echte Business-Prozesse abbilden kann – inklusive AI Agents und MCP Server. Mehr dazu im Vergleich der besten RPA-Software Anbieter.
Wenn Sie als Agentur, Marketing-Team oder Operations-Abteilung komplexe Automatisierungen visuell aufbauen wollen – ohne Code schreiben zu müssen, aber mit professionellem Tiefgang – lesen Sie weiter. In diesem Tutorial-artigen Test zeigen wir alle Funktionen im Detail.
Make.com Automation Platform
Die beste Automatisierung für Business-Teams, die komplexe Workflows visuell bauen wollen – ohne Code, aber mit professionellem Tiefgang. Ideal für Agenturen und Marketing-Teams.
Ideal für: Marketing-Teams, Agenturen, Operations, KMU
Weniger für: Entwickler, die Self-Hosting brauchen
Make.com hat mich mit seiner visuellen Klarheit beeindruckt. Das Dashboard wirkt professionell und business-orientiert – deutlich stärker als bei technischeren Alternativen. Der Moment, als ich meinen ersten Router mit zwei Filtern zum Laufen gebracht habe und visuell sehen konnte, wie Daten sich aufteilen, war überzeugend. Die Credit-Abrechnung erfordert Planung – aber wer seine Szenarien durchdacht aufbaut, bekommt ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Agenturen und Business-Teams sehe ich aktuell keine bessere visuelle Lösung.
Praxis-Beispiele & Use Cases: Make.com Automation in Aktion
Bevor wir in die technischen Details eintauchen, zeige ich Ihnen konkret, was mit Make.com möglich ist. Diese Praxis-Beispiele verdeutlichen die Stärken der Automation Platform besser als jede Feature-Liste – und geben Ihnen eine realistische Vorstellung davon, wie Ihre eigenen Szenarien aussehen könnten.
Um Make.com praxisnah zu testen, haben wir ein realistisches Szenario mit echter Business-Logik gebaut – inklusive Webhook-Trigger, bedingter Verzweigung und mehreren Aktionsmodulen:
🔄 Szenario-Beispiel: Automatische Terminbuchung mit Verzweigung
In unseren 14 Tagen mit Make.com haben wir insgesamt 6 verschiedene Szenarien erstellt – von simplen Google Sheets-Synchronisierungen bis hin zu komplexen Multi-Router-Automations mit Webhook-Triggern. Der Aufbau des Terminbuchungs-Szenarios hat uns 38 Minuten gekostet. Im Slider unten sehen Sie jeden Schritt im Detail.
📈 Szenario-Ergebnisse nach 1 Woche Produktion
Weitere Use Cases aus der Praxis
- E-Commerce (Shopify): Neue Bestellung → Rechnung generieren → Versandlabel erstellen → Kunde per WhatsApp benachrichtigen
- Lead-Management: Neuer HubSpot-Lead → AI Agent klassifiziert → Router verteilt an richtiges Sales-Team → CRM aktualisieren
- Content-Automatisierung: RSS-Feed überwachen → AI Toolkit fasst zusammen → Social Media Posts in Google Sheets planen → Buffer posten
- Agentur-Workflows: Kundenanfrage per Formular → Ticket in Jira erstellen → Slack-Notification an Team → Status-Update per E-Mail
Interface & Bedienung
Das Frontend von Make.com ist entscheidend für die tägliche Arbeit mit der Automation Platform. In diesem Abschnitt zeige ich Ihnen, wie sich die Plattform anfühlt – vom ersten Login bis zum produktiven Einsatz.
Erster Eindruck: Setup, Orientierung & Tutorial-Einstieg
Der erste Login bei Make.com überrascht mit einem modernen, hellen Dashboard – deutlich business-orientierter als bei technischeren Alternativen. Das charakteristische Lila-Branding zieht sich konsequent durch die gesamte Oberfläche und vermittelt eine starke visuelle Markenidentität.
Was sofort auffällt: Im oberen Bereich sind die wichtigsten KPIs direkt sichtbar – Average daily usage, Credits left, Usage reset in und Active scenarios. Das wirkt „SaaS-typisch" und professionell. Die Navigation ist klar mit horizontaler Hauptstruktur und linker Sidebar logisch aufgebaut.
Die Navigation in der linken Sidebar:
- Scenarios – Alle Workflows auf einen Blick
- Credentials – Zentrale Verwaltung aller App-Verbindungen
- Webhooks – Eingehende HTTP-Endpunkte verwalten
- MCP Toolboxes – AI-Verbindungen per MCP Server
- Templates – Über 1.800 vorgefertigte Szenario-Vorlagen
- Data stores – Integrierte Datenbank für Zwischenspeicherung
- Data structures – Schema-Definitionen für strukturierte Daten
- Custom Apps – Eigene Integrationen erstellen
Starten Sie mit den „Suggested apps" auf dem Dashboard – Make.com zeigt Ihnen direkt AI Agents, Google Sheets und OpenAI als Einstieg. Alternativ navigieren Sie zu Templates und suchen nach Ihrem Use Case. Die Make Academy bietet zudem kostenlose Video-Tutorials – auch auf Deutsch – für den strukturierten Einstieg. Dieses Tutorial spart Ihnen Stunden Einarbeitungszeit.
Visual Builder: Szenarien visuell orchestrieren
Der Szenario-Editor ist das Herzstück von Make.com. Statt linearer Abfolgen wie bei Zapier arbeitet Make.com mit einem visuellen Builder, in dem Module als farbige Kreise dargestellt und durch gepunktete Verbindungslinien miteinander verknüpft werden.
Das Besondere: Jedes Modul hat eine eigene Farbe und ein Icon, das sofort erkennbar macht, welcher Service dahintersteckt. Webhooks sind rot, Google Calendar blau, E-Mail-Module pink, Router grün – das macht auch komplexe Szenarien auf einen Blick lesbar.
Visueller Szenario-Editor
Module als farbige Kreise verbinden – intuitiv wie ein Flowchart für Automatisierung
Router & Filter
Verzweigungen visuell darstellen – jeder Pfad mit eigener Bedingung und Filter
Code Module
JavaScript und Python direkt im Szenario – für individuelle Logik und Datenmanipulation
⏱️ Gemessene Setup-Zeiten
Die Lernkurve: Ehrliche Einschätzung
Make.com ist zugänglicher als Open-Source-Alternativen, aber kein „Klick-und-fertig"-Tool. Die Lernkurve liegt bei etwa 30 Minuten für die Grundlagen – vorausgesetzt, Sie haben Erfahrung mit ähnlichen Tools. Wer noch nie automatisiert hat, braucht realistisch 2-3 Stunden für ein solides Grundverständnis.
Was die Lernkurve ausmacht:
- Router- und Filter-Konzept braucht anfängliches Verständnis
- Data Mapping zwischen Modulen erfordert logisches Denken
- Credit-Verbrauch muss geplant werden (jedes Modul = 1 Credit)
- Oberfläche und Dokumentation nur auf Englisch
Aber: Die visuelle Darstellung macht den Einstieg deutlich einfacher als bei Code-basierten Tools. Sobald Sie einen Router gesetzt und zwei Filter konfiguriert haben, „klickt" das Konzept.
Die Oberfläche und Dokumentation von Make.com sind auf Englisch. Es gibt keine offizielle deutsche Übersetzung. Allerdings bietet die Make Academy teilweise deutschsprachige Lernressourcen, und die Community hat aktive deutsche Nutzer. Für die meisten Business-Teams kein Problem – aber für manche Anwender ein Ausschlusskriterium. Suchen Sie eine Make.com Alternative, die Deutsch unterstützt, finden Sie Optionen in unserem Vergleich.
Alle Funktionen & Features im Detail
Jetzt wird's detailliert: Ich gehe jede wichtige Funktion durch, erkläre was sie tut, und sage ehrlich, ob Sie sie brauchen. So können Sie vor dem Test einschätzen, ob Make.com zu Ihrem Use Case passt.
Trigger-Optionen: Was startet Ihr Szenario?
Trigger sind der Startpunkt jeder Automatisierung. Make.com nennt sie „Watch"-Module oder Instant-Trigger:
⏰ Schedule Trigger
EssentiellStartet Szenarien in festgelegten Intervallen: jede Minute (ab Core-Plan), alle 15 Minuten (Free), stündlich oder täglich. Im Free-Plan ist das Minimum 15 Minuten – ein wichtiges Limit.
Use Case: Regelmäßige Datensynchronisation, tägliche Reports aus Google Sheets, stündliche Status-Checks, monatliche Rechnungsverarbeitung.
🔗 Webhook Trigger
EssentiellErstellt einen HTTP-Endpunkt mit eindeutiger URL. Unterstützt API-Key-Authentifizierung, IP-Restrictions, Custom Data Structures und verschiedene HTTP-Methoden. Die Webhook-Konfiguration in Make.com ist besonders detailliert – mit Datenstruktur-Validierung und Re-Determination.
Use Case: Formular-Anbindung von externen Webseiten, Shopify-Bestellungen empfangen, Custom-API-Integration, WhatsApp-Nachricht weiterleiten.
📧 App-Trigger (Gmail, Shopify, etc.)
Sehr nützlichÜber 3.000 App-Integrationen haben eigene Watch-Module: „Watch Emails" in Gmail, „Watch Orders" in Shopify, „Watch Rows" in Google Sheets. Diese nutzen entweder Polling oder Instant-Webhooks, je nach App.
Use Case: Standard-Automations wie „Neue Shopify-Bestellung → Fulfillment starten" oder „Neue Google Sheets-Zeile → CRM aktualisieren".
Core Features: Was macht Make.com aus?
🔀 Router & Filter (Verzweigungen)
EssentiellDas Alleinstellungsmerkmal von Make.com. Der Router teilt den Datenfluss in mehrere Pfade auf. Jeder Pfad kann einen Filter mit Bedingungen haben – inklusive Fallback-Route für nicht zutreffende Fälle. Visuell werden die Pfade als separate Verbindungslinien mit Labels dargestellt.
Meine Erfahrung: Die Kombination aus Router und Filter ist brillant gelöst. In unserem Terminbuchungs-Szenario konnte ich mit einem Router und zwei Filtern (Datetime-Operator „Earlier than or equal" und „Later than" mit addDays-Funktion) eine saubere Verzweigungslogik bauen – komplett visuell.
Use Case: Lead-Qualifizierung nach Score, Bestellungsrouting nach Region, Ticket-Priorisierung, unterschiedliche Workflows je nach Dateneingabe.
💻 Code Module (JavaScript/Python)
Sehr nützlichFührt Custom-Code innerhalb des Szenarios aus. JavaScript und Python sind direkt verfügbar. Wichtig zu wissen: Das Code Module verbraucht 2 Credits pro Sekunde Ausführungszeit – das sollte man bei der Kostenkalkulation berücksichtigen.
Use Case: Komplexe Datentransformation, Custom-Berechnungen, API-Response-Parsing, Formatierungen die kein Standardmodul abdeckt.
🌐 HTTP Module
EssentiellDas universelle Modul für API-Anbindungen. Unterstützt alle HTTP-Methoden, Custom Headers, Auth-Typen, JSON-Parsing und Pagination. Mit dem Make API haben Sie zusätzlich Zugriff auf über 300 API-Endpunkte der Plattform selbst.
Use Case: Anbindung jeder beliebigen REST-API, Custom-Services, interne Unternehmens-APIs, Dienste ohne native Make-Integration.
🗄️ Data Stores
Sehr nützlichEingebaute Datenbank für Zwischenspeicherung direkt in Make.com. Sie können Datensätze speichern, abrufen und aktualisieren – ohne externe Datenbank. Ideal für Szenarien, die sich Zustände „merken" müssen.
Meine Erfahrung: Im NEIN-Pfad unseres Terminbuchungs-Szenarios nutzen wir den Data Store, um Kontaktdaten zu sammeln. Das ist eleganter als Google Sheets und bleibt komplett in der Make.com-Umgebung.
Use Case: Kontaktlisten pflegen, Duplikat-Prüfung, Status-Tracking, Puffer für Batch-Verarbeitung.
AI Agents & MCP Server
🤖 Make AI Agents & AI Toolkit
Sehr nützlichMake.com bietet native AI Agent Funktionalität direkt im Szenario-Builder. Alle bezahlten Pläne erlauben die Anbindung eigener AI-Provider (OpenAI, Anthropic, Google Gemini) per API Key. Zusätzlich gibt es über 400 vorgefertigte AI-App-Integrationen und das AI Toolkit für Text-Generierung, Analyse und Klassifizierung.
Meine Erfahrung: Die AI Agent Integration ist praxistauglich. Wir konnten in 25 Minuten einen funktionierenden Agent bauen, der eingehende Support-Anfragen per OpenAI klassifiziert und automatisch an das richtige Team routet.
Use Case: E-Mail-Klassifizierung, automatische Zusammenfassungen, Content-Generierung, Lead-Scoring per AI.
🔌 MCP Server
Sehr nützlichDer Make MCP Server (Model Context Protocol) ermöglicht es, AI-Modelle von außen mit Make-Szenarien zu verbinden. Damit können externe AI-Anwendungen (z.B. Claude, ChatGPT) Make-Szenarien als „Tools" nutzen – und so reale Business-Aktionen auslösen.
Use Case: AI-Assistenten mit Make-Automatisierungen verbinden, ChatGPT-Workflows triggern, AI-gestützte Prozessorchestrierung.
Error Handling & Debugging
Make.com bietet solides Error Handling. Jedes Modul zeigt Input und Output separat an. Bei Fehlern sehen Sie den exakten Datensatz, der das Problem verursacht hat. Error Handler können als eigene Pfade definiert werden – mit Optionen wie Retry, Ignore, Rollback oder Break.
🐛 Error-Handling Test
Templates: Über 1.800 vorgefertigte Szenarien
Make.com bietet eine umfangreiche Template-Bibliothek mit fertigen Szenario-Vorlagen. Im Test haben wir 20 Templates ausprobiert – 17 davon (85%) funktionierten sofort nach Anpassung der Credentials. Die restlichen 3 brauchten kleinere Anpassungen wegen Versions-Updates der Drittanbieter.
- Generate ChatGPT Completions from Google Sheets Rows – AI + Sheets perfekt kombiniert
- Summarize emails with Gmail and OpenAI then send it on Slack – Produktivitäts-Booster
- Create Canva designs from Google Sheets – Content-Automatisierung für Agenturen
- Shopify Order to Google Sheets – E-Commerce Klassiker
- Getting started with Make AI Tools – AI Agent Einstieg (7 Min Tutorial)
Performance & Limits
Wie schnell ist Make.com wirklich? Wir haben gemessen, getestet und dokumentiert – hier sind die harten Fakten zu Geschwindigkeit, Limits und Skalierbarkeit der Automation Platform.
📊 Unser Test in Zahlen
Execution-Geschwindigkeit gemessen
| Szenario-Typ | Module | Ø Execution-Zeit | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Einfach (Trigger → Action) | 2 | 1.2 Sekunden | ⚡ Sehr schnell |
| Mittel (mit Router) | 5-7 | 2.8 Sekunden | ✓ Schnell |
| Komplex (Multi-Router) | 10+ | 4.5 Sekunden | ✓ Akzeptabel |
| Mit HTTP-Requests (extern) | 3+ | 2.0-9 Sekunden | ⚠️ Variiert |
Fazit zur Performance: Make.com ist schnell und zuverlässig. Die Laufzeit hängt hauptsächlich von externen APIs ab. Pro-Plan-Nutzer profitieren von Priority Execution – ein spürbarer Vorteil bei zeitkritischen Szenarien.
Limits nach Plan
| Plan | Max. aktive Szenarien | Min. Intervall | Max. Execution-Zeit |
|---|---|---|---|
| Free | 2 | 15 Minuten | 5 Minuten |
| Core (9$) | Unlimitiert | 1 Minute | 40 Minuten |
| Pro (16$) | Unlimitiert | 1 Minute | 40 Minuten |
| Teams (29$) | Unlimitiert | 1 Minute | 40 Minuten |
| Enterprise | Unlimitiert | 1 Minute | 40+ Minuten |
Integrationen im Test
Make.com bietet über 3.000 App-Integrationen – branchenweit führend. Dazu kommen über 400 AI-spezifische Apps und die Möglichkeit, Custom Apps zu erstellen. Die Tiefe der einzelnen Integrationen ist beeindruckend: Viele Apps bieten deutlich mehr Aktionen und Trigger als bei Konkurrenzplattformen.
Integrations-Test: Setup-Zeiten gemessen
| Integration | Auth-Typ | Setup-Zeit | Schwierigkeit | Status |
|---|---|---|---|---|
| Google Calendar | OAuth 2.0 | 40 Sekunden | ⭐ Einfach | ✓ |
| Gmail / SMTP | OAuth / SMTP | 50 Sekunden | ⭐ Einfach | ✓ |
| Google Sheets | OAuth 2.0 | 35 Sekunden | ⭐ Einfach | ✓ |
| Shopify | API Key | 60 Sekunden | ⭐ Einfach | ✓ |
| OpenAI (AI Agent) | API Key | 25 Sekunden | ⭐ Einfach | ✓ |
| Slack | OAuth 2.0 | 30 Sekunden | ⭐ Einfach | ✓ |
| WhatsApp (Twilio) | API Key | 3 Minuten | ⭐⭐ Mittel | ✓ |
| Custom REST API | API Key | 2-5 Minuten | ⭐⭐ Mittel | ✓ |
Was Make.com von der Konkurrenz abhebt, ist nicht nur die Anzahl der Integrationen, sondern deren Tiefe. Die Shopify-Integration beispielsweise bietet über 30 verschiedene Module (Watch Orders, Create Product, Update Inventory, etc.) – während Zapier hier deutlich weniger Aktionen anbietet. Gleiches gilt für Google Sheets, Notion und viele weitere Apps.
Preise & Kosten
Make.com's Preismodell basiert auf „Credits" – und das erfordert Verständnis. Jede Modul-Aktion in einem Szenario (z.B. eine Zeile in Google Sheets hinzufügen, eine E-Mail senden) zählt als 1 Credit. Das ist grundlegend anders als bei Konkurrenten, die pro „Workflow-Durchlauf" abrechnen. (Stand: März 2026 – Preise bei Jahresabrechnung, laut make.com/pricing, können sich ändern.)
Der kostenlose Free-Plan: Dauerhaft gratis starten
Make.com bietet einen dauerhaft kostenlosen Free-Plan – ohne Zeitlimit und ohne Kreditkarte. Für erste Tests, einfache Automations oder zum Kennenlernen der Plattform ist das ausreichend.
1.000 Credits/Monat · 2 aktive Szenarien · 3.000+ App-Integrationen · Router & Filter · AI Agents & AI Toolkit · No-Code Visual Builder · Customer Support · 15-Min-Mindestintervall · 5 Min max. Execution-Zeit
Die Einschränkungen: Das Mindest-Intervall zwischen Szenario-Durchläufen liegt bei 15 Minuten (statt 1 Minute bei bezahlten Plänen), die maximale Execution-Zeit ist auf 5 Minuten begrenzt und es sind nur 2 Szenarien gleichzeitig aktiv. Für produktive Business-Automatisierungen mit höherem Volumen oder minutengenauer Taktung brauchen Sie einen bezahlten Plan – aber zum Einstieg und für Low-Volume-Szenarien ist der Free-Plan eine der großzügigsten Gratis-Optionen am Markt.
Bezahlte Pläne im Überblick
Core
- 10.000 Credits/Monat
- Unlimitierte Szenarien
- 1-Min-Intervall
- 40 Min max. Execution
- Make API Zugang (60/Min)
- Erhöhte Datenlimits
Pro
- 10.000 Credits/Monat
- Priority Execution
- Custom Variables
- Full-text Log Search
- Make API (120/Min)
- Alles aus Core
Teams
- 10.000 Credits/Monat
- Team-Rollen
- Geteilte Szenario-Templates
- Make API (240/Min)
- Alles aus Pro
Enterprise
- Custom Credits
- Enterprise Apps (SAP, etc.)
- 24/7 Support (SLA)
- SSO (SAML/SCIM)
- Overage Protection
- On-Prem Agent
- Custom Functions
- Make API (1.000/Min)
Make.com Automation Platform
Die beste Automatisierung für Business-Teams, die komplexe Workflows visuell bauen wollen – ohne Code, aber mit professionellem Tiefgang. Ideal für Agenturen und Marketing-Teams.
Ideal für: Marketing-Teams, Agenturen, Operations, KMU
Weniger für: Entwickler, die Self-Hosting brauchen
Was zählt als „Credit"?
Wichtig zu verstehen: Ein Credit entspricht einer Modul-Aktion – nicht einem kompletten Szenario-Durchlauf. Ein Szenario mit 7 Modulen verbraucht 7 Credits pro Durchlauf. Das ist fundamental anders als bei Plattformen wie n8n (Test & Erfahrungen), wo eine „Execution" den gesamten Workflow-Durchlauf umfasst.
- Szenario 1: Täglicher Report (3 Module) = 90 Credits/Monat → ✓ Free Plan reicht
- Szenario 2: Terminbuchung (7 Module, 10x/Tag) = 2.100 Credits/Monat → ✓ Core ausreichend
- Szenario 3: E-Commerce (10 Module, 50x/Tag) = 15.000 Credits/Monat → ⚠️ Core mit Nachkauf oder höheres Credit-Paket
- Szenario 4: High-Volume API-Sync (5 Module, 500x/Tag) = 75.000 Credits/Monat → Enterprise empfohlen
Preis-Vergleich mit Konkurrenz
| Tool | 10.000 Aktionen/Monat | Preis pro Aktion | Abrechnungsmodell |
|---|---|---|---|
| Make.com Core | 9$/Mo | 0.0009$ | Pro Modul-Aktion (Credit) |
| Make.com Pro | 16$/Mo | 0.0016$ | Pro Modul-Aktion (Credit) |
| Zapier (Starter) | ~30$ (750 Tasks) | 0.04$ | Pro Workflow-Durchlauf (Task) |
| n8n Pro | 60€/Mo | 0.006€ | Pro Workflow-Durchlauf (Execution) |
Die niedrigen Preise pro Credit täuschen: Ein Szenario mit 10 Modulen verbraucht 10 Credits pro Durchlauf. Bei 100 Durchläufen/Tag sind das 30.000 Credits/Monat – mehr als der Core-Plan bietet. Planen Sie Ihren Credit-Verbrauch sorgfältig, bevor Sie ein Szenario in Produktion nehmen. Tipp: Nutzen Sie Webhooks statt Polling-Trigger, um unnötige Credits durch leere Abfragen zu vermeiden.
ROI-Rechnung: Lohnt sich Make.com?
Unser Test-Szenario (Terminbuchung):
- Früher manuell: ~15 Min pro Buchung (E-Mail lesen, Kalender prüfen, eintragen, Bestätigung senden)
- Mit Make.com Automation: 0 Min (vollautomatisch)
- Bei 20 Buchungen/Woche: 5 Stunden gespart
- Bei angenommenem Stundensatz 50€: 250€ Ersparnis/Woche = 1.000€/Monat
- Make.com Core Kosten: ~8,30€/Monat (bei Jahresabrechnung)
- ROI: über 12.000% monatlich
⚠️ Hinweis: Diese Modellrechnung basiert auf einem idealen Szenario mit angenommenem Stundensatz. Der tatsächliche ROI hängt von Prozessvolumen, Fehlerrate und Credit-Verbrauch ab und ist nicht verallgemeinerbar.
Community, Academy & Support
Make.com investiert stark in Lernressourcen und Community-Aufbau. Im Vergleich zu Open-Source-Alternativen punktet die Plattform mit offiziellen Strukturen – von der Make Academy bis zum Help Center.
Support-Qualität getestet
Wir haben 3 echte Support-Anfragen gestellt:
| Anfrage | Kanal | Antwortzeit | Qualität |
|---|---|---|---|
| Technische Frage (Webhook) | Ticket | 6 Stunden | ⭐⭐⭐⭐⭐ Detaillierte Lösung |
| Credit-Verbrauch Frage | Ticket | Gleicher Tag | ⭐⭐⭐⭐ Klare Antwort |
| API-Auth Problem | Community | 3 Stunden | ⭐⭐⭐⭐ Community + Make-Mitarbeiter |
Lernressourcen & Community
- Make Academy: Offizielle eLearning-Plattform mit strukturierten Kursen – teilweise auch auf Deutsch
- Help Center: Umfangreiche Dokumentation mit über 500 Artikeln und Video-Walkthroughs
- Community Forum: Aktives Forum mit regelmäßigen Beiträgen von Make-Mitarbeitern
- Templates: Über 1.800 vorgefertigte Szenarien als Lern- und Startressource
- Webinars: Live-Sessions mit Experten für fortgeschrittene Use Cases
- Partner-Netzwerk: Verzeichnis zertifizierter Agenturen für Implementierung und Support
Die offizielle Dokumentation ist umfangreich und gut strukturiert. In unserem Test konnten 82% unserer Fragen direkt über das Help Center beantwortet werden. Erwähnenswert: Make.com hat eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Celonis – der Process-Mining-Plattform aus München. Die Case Study zeigt, wie Celonis mit Make AI Agents die jährlichen Kosten für Ausgabenprüfungen reduziert hat.
Security & Datenschutz
Für deutsche Unternehmen oft das wichtigste Kriterium: Ist Make.com DSGVO-konform? Kurze Antwort: Ja – und zwar besser als die meisten US-basierten Konkurrenten.
DSGVO & Compliance
- Firmensitz: Prag, Tschechien (EU) – Make unterliegt europäischem Datenschutzrecht
- Hosting: EU-Region verfügbar – Daten bleiben in der EU
- SOC 2 Type II: Zertifiziert – unabhängig geprüfte Sicherheitsstandards
- SOC 3: Zertifiziert
- Verschlüsselung: AES-256 at rest, TLS in transit
- SSO: SAML und SCIM Support (Enterprise)
- GDPR/DSGVO: Volle Compliance bestätigt
Make.com hat seinen Hauptsitz in der EU (Prag) – ein klarer Vorteil gegenüber US-basierten Plattformen wie Zapier. Für Unternehmen, die mit sensiblen Kundendaten arbeiten, ist das ein wichtiges Argument. EU-Hosting bedeutet: Ihre Workflow-Daten verlassen nicht den europäischen Wirtschaftsraum. Für maximale Kontrolle steht zusätzlich der On-Prem Agent (Enterprise) zur Verfügung, der lokale Netzwerke und Business-Apps wie SAP sicher einbindet.
Unser Fazit
„Nach 14 Tagen intensivem Test mit 6 Szenarien und 193 Durchläufen sind wir überzeugt: Make.com ist die beste visuelle Automation Platform für Business-Teams, die Wert auf Benutzerfreundlichkeit, tiefe Integrationen und DSGVO-Konformität legen. Die Credit-Abrechnung erfordert Planung – aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt."
Die Bewertung im Detail
| Kategorie | Bewertung | Kommentar |
|---|---|---|
| Benutzerfreundlichkeit | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Visueller Builder intuitiv, flache Lernkurve |
| Funktionsumfang | ⭐⭐⭐⭐⭐ | Router, Filter, AI Agents, MCP Server, Data Stores |
| Integrationen | ⭐⭐⭐⭐⭐ | 3.000+ Apps, branchenweit führend in Tiefe |
| Preis-Leistung | ⭐⭐⭐⭐ | Günstig pro Credit, aber Credit-Verbrauch planen |
| Community & Support | ⭐⭐⭐⭐ | Academy, Forum, Help Center – solide Infrastruktur |
| Datenschutz | ⭐⭐⭐⭐⭐ | EU-Firmensitz, DSGVO, SOC 2 – vorbildlich |
Make.com ist ideal für Sie, wenn:
- Sie als Marketing-Team, Agentur oder Operations-Abteilung visuell automatisieren wollen
- Sie über 3.000 App-Integrationen (Shopify, Google Sheets, WhatsApp, etc.) benötigen
- DSGVO-Konformität für Sie wichtig ist (EU-Firmensitz)
- Sie AI Agents und MCP Server in Ihre Workflows integrieren wollen
- Sie Router-basierte Verzweigungslogik für Business-Prozesse brauchen
- Sie ein Tool suchen, das zwischen Zapier-Einfachheit und Developer-Komplexität liegt
Make.com ist weniger geeignet, wenn:
- Sie Self-Hosting brauchen (nicht verfügbar) – schauen Sie sich Make.com vs. n8n an
- Sie eine deutsche Oberfläche benötigen (nur Englisch)
- Sie sehr hohe Volumes haben und Credit-Kosten unkontrolliert steigen könnten
- Sie tiefen Code-Zugriff wie bei n8n bevorzugen
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist Make.com?
Make.com (ehemals Integromat) ist eine visuelle No-Code Automatisierungsplattform mit über 3.000 App-Integrationen. Sie erstellen „Szenarien" – das sind Workflows, die verschiedene Apps miteinander verbinden und Geschäftsprozesse automatisieren. Von einfachen E-Mail-Weiterleitungen bis zu komplexen Prozessen mit Verzweigungen, AI Agents und API-Anbindungen.
Ist Make.com kostenlos?
Ja, Make.com bietet einen dauerhaft kostenlosen Free-Plan mit 1.000 Credits/Monat und bis zu 2 aktiven Szenarien. Es wird kein Zahlungsmittel benötigt. Die kostenpflichtigen Pläne starten bei 9$/Monat (Core) mit 10.000 Credits bei Jahresabrechnung.
Gibt es Make.com auf Deutsch?
Die Oberfläche und Dokumentation sind auf Englisch. Die Make Academy bietet allerdings deutschsprachige Lernressourcen und die Community hat aktive deutsche Nutzer. Das Unternehmen sitzt in der EU (Prag), was für DSGVO-Konformität relevant ist.
Was ist ein Router in Make.com?
Ein Router ist ein zentrales Modul, das den Datenfluss in mehrere Pfade aufteilt. Jeder Pfad kann mit einem Filter versehen werden. So können Sie Bedingungen wie „wenn Termin innerhalb 30 Tage, dann Pfad A, sonst Pfad B" visuell abbilden – vergleichbar mit IF/ELSE in der Programmierung.
Ist Make.com DSGVO-konform?
Ja. Make.com hat seinen Hauptsitz in der EU (Prag, Tschechien), bietet EU-Hosting, ist SOC 2 Type II zertifiziert und unterstützt Verschlüsselung sowie SSO. Für Enterprise-Kunden gibt es zusätzlich einen On-Prem Agent für lokale Netzwerke.
Kann Make.com AI Agents erstellen?
Ja. Make.com bietet native AI Agent Funktionalität im Szenario-Builder. Alle bezahlten Pläne erlauben die Anbindung eigener AI-Provider (OpenAI, Anthropic, Google Gemini). Zusätzlich gibt es den MCP Server, um externe AI-Modelle mit Make-Szenarien zu verbinden, und über 400 AI-App-Integrationen.
Wie viele Integrationen hat Make.com?
Über 3.000 Standard-App-Integrationen plus Custom Apps und über 400 AI-spezifische Integrationen. Zu den beliebtesten gehören Google Sheets, Shopify, Slack, WhatsApp (via Twilio), HubSpot, Notion und OpenAI. Mit dem HTTP-Modul können Sie zusätzlich jede REST-API anbinden.
